Diskussion:Nichts zu verbergen?

From Freiheit statt Angst!

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Ich habe mal einen Anfang gemacht und würde mich freuen wenn wir hier so viele Argument wie möglich aus allen Lebenssituationen zusammentragen könnten damit dieses Argument endlich ein für alle mal widerlegt wird. ---Nic 18:50, 29. Jan. 2009 (CET)


Folgend habe ich noch eine bereits gelöschte Version dieser Seite reinkopiert. Dort finden sich evtl. noch brauchbare Infos oder Kommentare die noch eingebaut werden können:

Alte gelöschte Version dieser Seite

An dieser Stelle werden Antworten auf das Totschlagargument "Ich habe nichts zu verbergen" gegeben.

Fragen und Antworten

  • Ich habe doch nichts zu verbergen.
    • Exhibitionist!
    • Wie hältst du's in dieser Hinsicht mit deinem Partner/deiner Partnerin, sagst du alles?
    • Ich habe nichts zu verbergen ─ und ihr habt gerade deshalb nichts bei mir zu überwachen!
    • Du warst im Puff und hast da einen Anruf von deiner Freundin bekommen. Der Staat weiß bescheid.
    • Du wartest vor einem Freudenhaus und hast eine SMS bekommen. Der Staat weiß, dass du drin warst.
    • Rechtssysteme sind nicht unveränderlich. Wer weiß, welcher gravierende Nachteil in zehn Jahren aus einer jetzt bedenkenlos preisgegebenen Information entstehen kann? Was heute harmlos erscheint, kann dann zu höheren Krankenkassenbeiträgen, dem Verlust der Arbeitsstelle oder zu Schlimmerem führen.
    • Du warst in einer linken Szenekneipe, die einige Stunden später von der Polizei gestürmt wird. Weil du deinen Kumpel von dort angerufen hast, sitzt du jetzt in Untersuchungshaft.
    • Machtverhältnisse ändern sich ─ Daten können ohne begrenzten Zeitraum gespeichert werden; eine ähnliche Situation wie 1933 ist nie auszuschließen und eine scheinbar harmlose Information kann auch in 50 Jahren unabsehbare Folgen haben.
    • Wieso hast du Gardinen im Haus?
    • Wieso gehst du (im Sommer) bekleidet aus dem Haus? ─ Wenn man Scham und/oder Stolz hat, seinen Körper vor fremden Augen zu verbergen, um wieviel wichtiger müssten einem die Gedanken sein?
    • Willst du wirklich die Nummern der Frauen, mit denen du deine betrogen hast dem Staat geben?
    • Erzählst du Fremden, welche Ärzte du besuchst/anrufst (z. B. Urologe oder AIDS Spezialist)?
    • Erzählst du Fremden, welche Beratungstellen du anrufst (z. B. Partnerschaftsberatung/Beziehungsberatung oder Telefonseelsorge)?
    • Erzählst du Fremden, wann du nicht zu Hause bist? Deine Adresse wird gespeichert, deine Standortdaten des Handy verraten deine Bewegungen.
    • Erzählst du Fremden, wann deine Kinder alleine zu Hause sind? Deine Adresse wird gespeichert, deine Standortdaten des Handy verraten deine Bewegungen.
  • Wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten.
    • Wer nichts zu verbergen hat, braucht nicht überwacht zu werden.
    • Was genau muss ich denn nicht befürchten?
    • Wer nichts zu verbergen hat, braucht auch keine Geheimdienste.
    • Nichts zu verbergen hat man nur in einer gleichgeschalteten Gesellschaft ohne Individualität.
    • Wie die G8-Demonstranten, die von Bundeswehrtornados überflogen wurden.
    • Veröffentlichst du deine Liebesbriefe in der Zeitung oder verschickt sie per Postkarte?
    • Wer garantiert dir, dass der Grund für die abgelehnte Bewerbung im Öffentlichen Dienst nicht die Teilnahme an der Demonstration letzten Monat war?
    • Wer garantiert dir, dass der Grund für die abgelehnte Lebensversicherung nicht ein Arztbesuch vor zwei Jahren war?
    • Juden, die bei der Volkszählung von 1933 wahrheitsgemäß ihre Religionszugehörigkeit angegeben haben, wären da vielleicht anderer Meinung.
    • Einmal gesammelte Daten werden selten gelöscht. Woher willst du wissen was jemand später einmal damit anstellt? Politische Zusicherungen sind nur begrenzt haltbar (z.B. "Nutzung der LKW-Maut-Daten"), und selbst der Verkauf biometrischer Daten wurde bereits mehrfach von staatlicher Seite diskutiert.
    • Hast du Zugriff auf alle über dich gesammelten und abgeleiteten Daten? Nein? Warum nicht? ─ Hat der Staat etwas zu verbergen? ─ Steht zu befürchten, dass man deshalb jetzt selbst präventiv handeln und Daten vermeiden muss?

Fragebogen Der Fragebogen von Tobias Kalder stellt ein fiktives staatliches Formular dar zur Erhebung sensibelster privater Infromationen um auf sarkastische Weise auf die Problematik hinzuweisen. Hier das PDF und hier das Openoffice Dokument

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