Ziviler Ungehorsam

From Freiheit statt Angst!

Revision as of 15:00, 6 January 2014 by Wir speichern nicht! (Talk)
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Wo ein Mangel an Freiheit in einem Gesetz eingebunden ist, gibt es einen Rahmen für zivilen Ungehorsam auf der Basis von moralischen Prinzipien.

Hier sammeln wir Möglichkeiten mittels zivilen Ungehorsams gegen den Überwachungsstaat vorzugehen, unbequem zu sein, Sand ins Getriebe zu streuen und zu verdeutlichen, dass anonyme Kommunikation ein Menschenrecht ist, auch wenn ein Bundesgesetz dem momentan im Wege stehen sollte. Wir versuchen sowohl den Überwachungsapparat zu nerven und zu stören als auch intelligente Wege zu finden, prinzipienfest zu handeln und gleichzeitig damit eine politische Botschaft zu senden. Die Piratenpartei hat dazu den Spezialbegriff des digitalen Ungehorsams erschaffen.

Mehr zum Konzept des zivilen Ungehorsams: http://de.wikipedia.org/wiki/Ziviler_Ungehorsam.

Contents

Funkchips in die Mikrowelle

warnung: dies kann evtl. einen Straftatbestand (§303 StGB) darstellen

Falsche Spuren legen, Datenmüll erzeugen

Datenmüll erzeugen

Solche Aktionen sind umstritten. Siehe Diskussion.

Cüneyt aus dem heise-forum war so freundlich und hat ein kleines perl-script geschrieben, welches wahllos TCP-Verbindungen zu zufälligen IPs aufbaut. Zu finden hier.

Wenn beschlossen, einmal am Tag alle zur selben Zeit (evtl 15. Uhr) telefonieren... (Handy-)Netz lahm legen (wie zu Silvester)

AutoBrowse (https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/2352) ist ein PlugIn für FireFox. Einmal aktiviert, simuliert es das Surfverhalten indem es willkürlich Seiten im Internet aufruft.

TrackMeNot (https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/3173) ist ein PlugIn für FireFox. Es erzeugt permanent wahllos Suchanfragen bei diversen Suchmaschinen.

Anti-Vorratsdatenspeicherung (http://anti-vorratsdatenspeicherung.mahakala.de/) ist ein PC-Programm, welches permanent im Hintergrund durchs Web surft und so Datenmüll erzeugt.

Weit darüber hinaus geht das browserunabhängige RoboSurf

Vorratsdaten "verrauschen"

Viele Voice-over-IP-Dienste und Festnetzanschlüsse erlauben kostenloses telefonieren in Deutschland, des Gleichen stehen Privatpersonen wie Institutionen sehr hohe Bandbreiten über DSL kostenneutral zur Verfügung. Ich rege hiermit die Entwicklung eines einfachen Programms an, welches unter eingetragenen Benutzern zufällige Verbindungen (etwa Pseudo-Telefonate von 30 Sek.-30 Minuten) zufälliger Länge erzeugt bzw. Daten verschiebt, wenn der Benutzer seine Bandbreite gerade nicht benötigt. Bei hinreichender Verbreitung eines solchen Programms werden die erhobenen Daten schlicht nutzlos!

Technischer Hinweis: Jeder Nutzer darf immer nur einen Teil des Netzwerkes sehen können, damit die Rauschdaten nie ganz herausgefiltert werden können. Vielleicht als Peer-to-Peer-Client mit begrenzterm Sichthorizont im Verbindungsgraphen?

Siehe auch Anti-Vorratsdatenspeicherung

Der Terrorist "Bürger"

Jeder Bürger und/oder Hacker fängt an Terrorangriffe zu planen, Webseiten und Foren für Terrorangriffe zu installieren. Generiert und unterschreibt wahllos Mails mit Märtyrer-Mohammed oder Anthrax Ali. Und versucht so viel wie möglich Spuren im Internet zu hinterlassen.

warnung: dies kann evtl. einen straftatbestand (§§ 126 ff. StGB) darstellen

Einige Tonnen Daten an die Regierung senden

Wie wäre es denn, wenn wir der Regierung (besonders Schäuble) einfach einen großen Berg voll Daten schicken würden? Dann können die sich ja schon mal einen "Datenvorrat" anlegen.

Jeder von uns hat ja bestimmt noch eine Menge unnötiger Werbe-CDs / Disketten usw. zu Hause rumliegen ... Wir könnten die doch alle gleichzeitig ans Innenministerium per Post schicken. Oder ans Parlament.

Die würden sich bestimmt über einige Tonnen an Daten freuen. Wäre auch ziemlich Medienwirksam.

Müsste natürlich zeitlich gut geplant sein, dass möglich viel Material gleichzeitig dort ankommt.

Sehe ich auch so, die Ärzte hatten mit ihrer Aktion, Kittel an das Gesundheitsministerium zu schicken als Symbol dafür, dass sie aus Verzweiflung das Land verlassen werden, ziemlichen Aufmerksamkeitserfolg. Und die Aufforderung "Schicken Sie der Regierung ihr letztes Hemd!" hatte auch ein großes Echo! Wir sollten die Öffentlichkeit bitten, Frau Zypries Daten auf Vorrat zu schicken. Die Leute werden sagen: Wir wissen nicht, welche Daten wir schicken sollen und wozu sie gebraucht werden. Antwort: Das macht nichts, das weiß die Ministerin letztlich auch nicht. Schicken Sie alles, von der Körbchengröße Ihres Büstenhalters über die Geburtstage der Kinder bis zu Teilen Ihrer Abschlussarbeit. Wir wollen als gute Staatsbürger der Ministerin schließlich behilflich sein! Das ginge per E-Mail oder per Post, so dass breite Schichten mitmachen könnten, auch die, die mit dem Internet über Kreuz stehen...

statt werbe-cds fänd ich wirlich "privates" gut. also nicht nur irgendwelchen werbemüll, sondern vorallem auf dem elektronischen wege videos und hochauflösende bilder. fotografiert eure stadt, geht 10 Minuten mit der Digicam im video-modus wahllos durch irgendwelche straße oder filmt euren hund, euch, oder irgendwas anderes. mit der entsprechenden auflösung bringt sowas ordentlich verwertbares material.

Private (sinnlose) Überwachung - Einfach in regelmäßigen Abständen (minütlich, oder so) Fotos oder einfach Videos von einer leeren/ kaum benutzten Straße machen. Privatleute nehmen die Überwachung in die eigene Hand. Anschließend das Material auf CDs brennen und an Schäuble schicken, damit alle Straftaten die auf der Straße begangen wurden Aufgeklärt werden können.


Wie wäre es, wenn alle Leute welche Fotos auf der Demo "Freiheit statt Angst" machen, diese auf CD brennen und der Regierung schicken? Dann kann die sich die Überwachungskameras sparen und hat außerdem noch schöne Bilder ;). Evtl. könnte man auch diese Foto-CDs zunächst an den CCC oder einer anderen Organisation übersenden, damit alle CDs gesammelt (und hoffentlich medienwirksam, z.B. bei einer Diskussion über den Kopf von Herrn Schäuble kippen) übergeben werden!

Kleine Idee: Polizisten fotografieren/Filmen... geben wir dem Staat seine überwachung zurück! (p.s. nicht dass das illegal ist oder so? weiß ich grade nicht)

Die Polizei beschlagnahmt gerne Kameras mit denen sie fotografiert wurde mit der Begründung des Persönlichkeitsschutzes. Die Veröffentlichung von solchen Fotos ist nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Also Vorsicht.--roam 14:25, 6. Jun. 2009 (CEST)
Wir veröffentlichen die Fotos/Videos ja nicht, wir schicken Sie der Regierung und da der Polizist wohl im Dienst sein wird, darf sein Vorgesetzter wohl wissen was er macht?!

Auskunftsersuchen: Kampagne "Ich will es wissen"

Ein umfangreiches Auskunftersuchen an die Reihe verschiedenster Behörden, die interessante Daten von einem gespeichert haben könnten, bedarf eines ernomen Aufwands. Doch ganz genau dafür wird auf dem Portal datenschmutz.de der Auskunftsgenerator angeboten.

Mach mit bei der kleinen "Ich will es wissen"-Kampagne:

  1. Lass auch dir den Auskunftsgenerator dein Schreiben des kleinen zivilen Ungehorsams erzeugen und erfahre (vielleicht), was man über dich schon so alles weiß.
  2. Überzeuge Freunde und Bekannte, bei der Aktion mitzumachen - je mehr teilnehmen, desto besser.
  3. Schalte einen Banner in deinem Blog oder deiner Hompage auf diesen Beitrag oder direkt auf den Auskunftsgenerator: http://bitgewitter.blogger.de/stories/926091/

Direktlink Auskunftsgenerator: https://www.datenschmutz.de/cgi-bin/auskunft

E-Mails an die Abgeordneten

Verschlüsselt

hier kann man die Certification Authority des Deutschen Bundestages runterladen und dadurch den Abgeordneten eine verschlüsselte Email zukommen lassen. Dadurch zwingen wir die Abgeordneten die Emails selber zu lesen bzw kommen durch die Spam Filter des Bundestages durch.

http://www.bundestag.de/mdb/emailzertifikat/index.html

-- anscheinend neuer Link: http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete18/zertifikate_mails/emailzertifikat/index.html Pascal Laub

-- dazu benötigt man aber in erster Linie den öffentlichen Schlüssel des jeweiligen Abgeordneten - und die sind m.E. nicht auf öffentlichen Keyservern verfügbar. Auf der o.g. Seite erfährt man, dass man den Schlüssel erst bei initialer Mail vom jeweiligen Abgeordneten bekannt oder auf Anfrage verschickt werden - Thomas

-- der Schlüssel kann unter http://adressbuch.bundestag.de/adressbuch/ einfach runtergeladen werden. Einfach bei Nachname den Namen des Abgeordneten eingeben und eventuell die Fraktion auswählen. Die Suche liefert die restlichen Details und einen Link zum Zertifikat. Bianco Veigel

Streetart

Wenn unsere privatesten Daten dem Staat gehören, so soll wenigstens das öffentliche Strassenbild unserem Protest gehören.
Siehe Streetart, Aufkleber.

Ziviler Ungehorsam im Zusammenhang mit Demonstrationen

Hier zu hat das Grundrechtekomitee interessante Materialien zusammengestellt.

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