Ortsgruppen/Bonn/Protokoll 09-11-21

From Freiheit statt Angst!

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Do Androids dream of Electric Sheep? Die Antwort liefert Marvin in den Kriegszonen von Krikkit, was uns natürlich gleich zu einem Gedicht von Prostetnik Vogon Jeltz führt. Wem das jetzt etwas wirr vorkommt, sei die Einleitung des Anhalters nahe gelegt. Das wiederum wirft zwingend die Frage auf, ob der 6. Band der Trilogie ein Sakrileg darstellt, und nein, ihr pisageschlagenen Dummerchen, das ist nicht nur ein Buch eines mittelmäßig begabten Schriftstellers mit einer penetranten Neigung zu Verschwörungstheorien. A propos: Aluminiummützen tragen selbst paranoide Vertreter des AK Vorrat nur in Ausnahmefällen und selbst dann vor allem, weil es so schön wahnsinnig wirkt. Gar nichts mit Paranoia zu tun hat eine Testmöglichkeit, ob die eigene Tor-Installation funktioniert, denn allein der Glaube in eine grüne Zwiebel am unteren Bildschirmrahmen ist im Zweifelsfall nicht genug. Glaubensfragen leiten elegant zur Diskussion über, warum der Babelfisch beweist, dass Gott nicht existiert, und damit natürlich zu Fragen wie dem Verhältnis von Kirche und Staat, das Jesus angeblich mit den Worten "Gebt dem Kaiser was des Kaisers ist" umriss. Bekannter und für das alltägliche Leben wichtiger ist das Doppelgebot Jesu, mit dem der unfreiwillige Religionsstifter sehr schön die knapp 1000 Seiten des Alten Testaments zusammenfasst und faulen Gläubigen eine gute Ausrede verschafft, diesen Teil der Bibel nicht zu lesen. Lesen sollten sie jedoch nicht nur die bisweilen etwas zähen Passagen der Bibel, sondern auch das sehr bissig geschriebene "Angriff auf die Freiheit" von Ilija Trojanow und Juli Zeh sowie das Buch des ehemaligen Innenministers Gerhart Baum "Rettet die Grundrechte". "Gerhart - wer? Ich dachte, der hieß Schröder." - PISA, ich sag's noch mal. Hätte man diese Bildungsmisere vermeiden können? Sind Gesamtschulen besser oder schlechter als ein gegliedertes Schulsystem? Bilden konfessionsgebundene Schulen, wahlweise von Jesuiten oder Franziskanern geleitet, einen Ausweg? Diese Frage wird Padeluun bei seinem kommenden Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung Datenschutz am b-it nicht beantworten können, wohl aber die Frage, ob er die von ihm bearbeiteten Themen auf dem 26c3 vertiefen wird. Wem dieses Kürzel nichts sagt: Das ist eine Art Kirchentag für Nerds, nur ohne gleichermaßen Ohr wie Geist beleidigende Kompositionskatastrophen wie "Laudato si", "Ins Wasser fällt ein Stein" und "das Kindermutmachlied", die ihre Wurzeln in einer Zeit haben, in der man die Vinylausgaben der Werke Leonard Cohens im Platten(!)schrank stehen hatte, ohne von Jüngeren mitleidig belächelt zu werden. Obwohl auch in der gleichen Zeit dem akustikgitarrengestützen Weltschmerz zugetan, sollte man Cohen nicht mit Katze Stefan verwechseln, dessen religiöse Eskapaden nicht unbedingt mit den eher zur Meinungsfreiheit neigenden Ansichten der AK-Vorrat-Aktiven in Einklang sind, womit wir endlich den thematischen Bogen zurück zum Arbeitskreis geschlagen hätten. Dieser arbeitet natürlich noch mit unverminderter Intensität an einer Veranstaltungsreiche zu Datenschutz und Rechnersicherheit, wobei es unter anderem um Einwegfunktionen sowie die Frage geht, ob man bei ihrer Erklärung vor einem mathematisch eher gemäßigt interessiertem Publikum unbedingt Begriffe wie Bijektivität verwenden sollte. Da rauchen nicht nur die Köpfe, sondern auch einige AK-Aktive, was in deren Abwesenheit zur Aufrechterhaltung des Nikotinpegels zur Diskussion führte, ob und aus welchen Gründen Rauchen hui oder bäh ist. Über die hier angerissenen Themen hinaus ging es noch darum, ob man Angst überwinden sollte oder sich im Vertrauen auf G'tt wieder Bewegungsfreiheit verschafft, aber hierzu fand sich kein geeigneter Link.

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