Ortsgruppen/Siegen/Privacy-Workshop/Anschreiben-Schulen

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Sehr geehrte Damen und Herren,
Sehr geehrte Damen und Herren,
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anlässlich des Inkraftretens des Gesetzes zur Vorratsdatenspeicherung am 1.1.2008 veranstalten wir, die Ortsgruppe Siegen des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung, am 7. und 8. März einen zweitägigen Privacy-Workshop für Schüler und Schülerinnen aus der Region.
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anlässlich des Inkraftretens des Gesetzes zur Vorratsdatenspeicherung am 1.1.2008 veranstaltet die Ortsgruppe Siegen des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung am 7. und 8. März den ersten Privacy-Workshop 2008 für Schülerinnen und Schüler aus der Region.
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Der Workshop wird sich inhaltlich zum einen damit beschäftigen, wie man sich im Rahmen der Möglichkeiten vor der Überwachung im Internet schützen kann, um einer missbräuchlichen Nutzung vorzubeugen. Ein weiterer Schwerpunkt ist eine Darstellung der heutigen digitalen Identitäten im Netz. Jugendliche nutzen heute weitgehend freizügig soziale Netze im Internet wie mySpace, schueler.cc, StudiVZ etc. und geben darin eine Menge persönlicher Daten preis. Oft sind sie sich dabei gar nicht bewusst, dass die Daten öffentlich im Netz verfügbar sind und dem Missbrauch damit Tür und Tor geöffnet werden.
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Den Anfang wird eine offene Diskussionsrunde am Freitag Abend machen. Jugendliche nutzen heute weitgehend freizügig soziale Netze im Internet wie mySpace, SchuelerCC, StudiVZ etc. und geben darin eine Menge persönlicher Daten preis. Oft sind sie sich dabei gar nicht bewusst, dass die Daten öffentlich im Netz verfügbar sind und dem Missbrauch dadurch Tür und Tor geöffnet werden.
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Weiteres...
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Nach einer kurzen Einführung über den aktuellen Stand digitaler Identitäten im Netz, werden alltagsnahe Fragen angegangen: Brauchen wir überhaupt noch Privatsphäre oder machen Partyvideos und Bikinibilder Vorstellungsgespräche ohnehin überflüssig? Wieviele Bonuspunkte ist es mir wert, dass die Werbeindustrie weiß, welche Kondome ich kaufe? Und wer kann eigentlich alles meine Bilder in SchuelerCC wirklich sehen?
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Freitag Abend steht allen offen
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Am Samstag heißt es dann: Hands-on! Gemeinsam mit den Teilnehmern erarbeiten wir die Grundzüge von Anonymisierungsdiensten und Verschlüsselungstools und probieren sie am eigenen, mitgebrachten Rechner aus - vereinzelt kann auch ein Rechner bereitgestellt werden. Anhand von konkreten Beispielen wird gezeigt, wie sich unverschlüsselte Daten in einem W-LAN abfangen lassen oder wie leicht Anonymisierungsdienste und Verschlüsselungstools einzurichten und zu benutzen sind.
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Samstag mit Anmeldung bei privacyworkshop@vorratsdatenspeicherung.de
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Die Freitag Abend Diskussion steht allen Interessierten offen. Der Workshop-Teil am Samstag ist hingegen auf 15 Teilnehmer beschränkt. Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an privacyworkshop@vorratsdatenspeicherung.de. Die Teilnahme ist natürlich kostenlos.
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WICHTIG: Die Teilnahme ist kostenlos... Unsere gesamte Arbeit ehrenamtlich, bla bla...
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Wir bitten Sie, dieses Schreiben und das beigefügte Plakat den Informatikklassen und -kursen an Ihrer Schule zugänglich zu machen, da wir dort die größte Zielgruppe vermuten. Selbstverständlich sind '''alle''' interessierten Schülerinnen und Schüler herzlich eingeladen.
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Bla bla: Die Schüler sollen explizit dazu ermuntert werden, ihre eigenen Rechner zum Workshop mitzubringen ...
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Weitere Informationen über die Arbeit der Ortsgruppe Siegen des AK Vorrat finden Sie unter http://siegen.vorratsdatenspeicherung.de. Gerne können Sie sich aber auch direkt unter den u. a. Kontaktmöglichkeiten an mich persönlich wenden.
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Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie den beiligenden Flyer allen interessierten Kollegen, Klassen, Kursen und AGs zur Verfügung stellen würden.
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==Hintergrund: Vorratsdatenspeicherung==
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Bei weiteren Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
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Viele Organisationen und Einzelpersonen haben sich im letzten Jahr gegen die Vorratsspeicherung der Kommunikationsverbindungsdaten engagiert. Im November 2007 wurde das umstrittene Gesetz dennoch vom Bundestag beschlossen und ist schließlich am 1.1.2008 in Kraft getreten. Wahrscheinlich wird erst das Bundesverfassungsgericht den Gesetzgeber in die Schranken des Grundgesetzes zurückverweisen können. Unterdessen treiben Bundes- und Landesregierungen mit unverminderter Geschwindigkeit weitere Vorhaben zur Datensammlung und Massenüberwachung voran. Als Beispiele seien hier das BKA-Gesetz (u.a. mit der sogenannten Online-Durchsuchung), die Einführung biometrischer Personalausweise, die europäische Flugreisedatenbank und die kürzlich bekanntgewordene nordatlantische Kooperation bei der Postüberwachung genannt. Diese Vorgänge zeigen deutlich, dass eine breite Bürgerrechtsbewegung als Korrektiv zur allgegenwärtigen Sicherheitshysterie dringend erforderlich ist.
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Mit herzlichen Grüßen
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Christoph Brüning
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==Kontakt=0
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Am Kornberg 43
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57076 Siegen
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Tel.: 0271 2385964
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http://siegen.vorratsdatenspeicherung.de
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==Hintergrund==
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Viele Organisationen und Einzelpersonen haben sich im letzten Jahr gegen die Vorratsspeicherung der Kommunikationsverbindungsdaten engagiert. Im November wurde das umstrittene Gesetz dennoch vom Bundestag beschlossen und ist schließlich am 1.1.2008 in Kraft getreten. Wahrscheinlich wird erst das Bundesverfassungsgericht den Gesetzgeber in die Schranken des Grundgesetzes zurückverweisen können. Unterdessen treiben Bundes- und Landesregierungen mit unverminderter Geschwindigkeit weitere Vorhaben zur Datensammlung und Massenüberwachung voran. Als Beispiele seien hier das BKA-Gesetz (u.a. mit der sogenannten Online-Durchsuchung), die Einführung biometrischer Personalausweise, die europäische Flugreisedatenbank und die kürzlich bekanntgewordene nordatlantische Kooperation bei der Postüberwachung genannt. Diese Vorgänge zeigen deutlich, dass eine breite Bürgerrechtsbewegung als Korrektiv zur allgegenwärtigen Sicherheitshysterie dringend erforderlich ist.
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Gleichzeitg muss die erfolgreiche Aufklärungsarbeit des AK Vorratsdatenspeicherung der letzten Jahre weiter gehen. Eben zu diesem Zweck haben wir uns als Siegener Ortsgruppe für den 7. und 8. März speziell ein Aufklärungs- und Diskussionsangebot für Schüler vorgenommen.
Gleichzeitg muss die erfolgreiche Aufklärungsarbeit des AK Vorratsdatenspeicherung der letzten Jahre weiter gehen. Eben zu diesem Zweck haben wir uns als Siegener Ortsgruppe für den 7. und 8. März speziell ein Aufklärungs- und Diskussionsangebot für Schüler vorgenommen.
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Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung ist ein bundesweiter
Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung ist ein bundesweiter
Zusammenschluss von Bürgerrechtlern, Datenschützern und
Zusammenschluss von Bürgerrechtlern, Datenschützern und
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Internetnutzern, der die Arbeit gegen die Totalprotokollierung der
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Internetnutzern, der die Arbeit gegen die Vollprotokollierung der
Telekommunikation koordiniert.
Telekommunikation koordiniert.
Weitere Informationen: http://www.vorratsdatenspeicherung.de
Weitere Informationen: http://www.vorratsdatenspeicherung.de
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[[Kategorie:Siegen]]

Current revision

Sehr geehrte Damen und Herren,

anlässlich des Inkraftretens des Gesetzes zur Vorratsdatenspeicherung am 1.1.2008 veranstaltet die Ortsgruppe Siegen des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung am 7. und 8. März den ersten Privacy-Workshop 2008 für Schülerinnen und Schüler aus der Region.

Den Anfang wird eine offene Diskussionsrunde am Freitag Abend machen. Jugendliche nutzen heute weitgehend freizügig soziale Netze im Internet wie mySpace, SchuelerCC, StudiVZ etc. und geben darin eine Menge persönlicher Daten preis. Oft sind sie sich dabei gar nicht bewusst, dass die Daten öffentlich im Netz verfügbar sind und dem Missbrauch dadurch Tür und Tor geöffnet werden.

Nach einer kurzen Einführung über den aktuellen Stand digitaler Identitäten im Netz, werden alltagsnahe Fragen angegangen: Brauchen wir überhaupt noch Privatsphäre oder machen Partyvideos und Bikinibilder Vorstellungsgespräche ohnehin überflüssig? Wieviele Bonuspunkte ist es mir wert, dass die Werbeindustrie weiß, welche Kondome ich kaufe? Und wer kann eigentlich alles meine Bilder in SchuelerCC wirklich sehen?

Am Samstag heißt es dann: Hands-on! Gemeinsam mit den Teilnehmern erarbeiten wir die Grundzüge von Anonymisierungsdiensten und Verschlüsselungstools und probieren sie am eigenen, mitgebrachten Rechner aus - vereinzelt kann auch ein Rechner bereitgestellt werden. Anhand von konkreten Beispielen wird gezeigt, wie sich unverschlüsselte Daten in einem W-LAN abfangen lassen oder wie leicht Anonymisierungsdienste und Verschlüsselungstools einzurichten und zu benutzen sind.

Die Freitag Abend Diskussion steht allen Interessierten offen. Der Workshop-Teil am Samstag ist hingegen auf 15 Teilnehmer beschränkt. Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an privacyworkshop@vorratsdatenspeicherung.de. Die Teilnahme ist natürlich kostenlos.

Wir bitten Sie, dieses Schreiben und das beigefügte Plakat den Informatikklassen und -kursen an Ihrer Schule zugänglich zu machen, da wir dort die größte Zielgruppe vermuten. Selbstverständlich sind alle interessierten Schülerinnen und Schüler herzlich eingeladen.

Weitere Informationen über die Arbeit der Ortsgruppe Siegen des AK Vorrat finden Sie unter http://siegen.vorratsdatenspeicherung.de. Gerne können Sie sich aber auch direkt unter den u. a. Kontaktmöglichkeiten an mich persönlich wenden.

Hintergrund: Vorratsdatenspeicherung

Viele Organisationen und Einzelpersonen haben sich im letzten Jahr gegen die Vorratsspeicherung der Kommunikationsverbindungsdaten engagiert. Im November 2007 wurde das umstrittene Gesetz dennoch vom Bundestag beschlossen und ist schließlich am 1.1.2008 in Kraft getreten. Wahrscheinlich wird erst das Bundesverfassungsgericht den Gesetzgeber in die Schranken des Grundgesetzes zurückverweisen können. Unterdessen treiben Bundes- und Landesregierungen mit unverminderter Geschwindigkeit weitere Vorhaben zur Datensammlung und Massenüberwachung voran. Als Beispiele seien hier das BKA-Gesetz (u.a. mit der sogenannten Online-Durchsuchung), die Einführung biometrischer Personalausweise, die europäische Flugreisedatenbank und die kürzlich bekanntgewordene nordatlantische Kooperation bei der Postüberwachung genannt. Diese Vorgänge zeigen deutlich, dass eine breite Bürgerrechtsbewegung als Korrektiv zur allgegenwärtigen Sicherheitshysterie dringend erforderlich ist.

Gleichzeitg muss die erfolgreiche Aufklärungsarbeit des AK Vorratsdatenspeicherung der letzten Jahre weiter gehen. Eben zu diesem Zweck haben wir uns als Siegener Ortsgruppe für den 7. und 8. März speziell ein Aufklärungs- und Diskussionsangebot für Schüler vorgenommen.

Über uns

Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Bürgerrechtlern, Datenschützern und Internetnutzern, der die Arbeit gegen die Vollprotokollierung der Telekommunikation koordiniert.

Weitere Informationen: http://www.vorratsdatenspeicherung.de

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